mangue beat und baque livre

die tradition entwickelt sich weiter

neue töne

in den 90er-jahren entwickelte sich in recife eine junge musikszene, die durch die verbindung von globalen einflüssen wie hardrock, funk, rap, raggamuffin und ska mit lokalen musikstilen (samba, maracatu, coco, frevo) eine neue form der musica popular brasileira (mpb) schuf. am anfang der mangue-bewegung standen lokale bands und dj's: fred zero quatro mit "mundo livre s/a", "chico science & nação zumbi" und renato lins. der einsatz von maracatu-trommeln bei "nação zumbi" brachte diese instrumente und ihre rhythmen wieder ins bewusstein einer jungen generation. zahlreiche neue maracatu-gruppen sind seither entstanden, nicht nur in pernambuco, sondern in ganz brasilien und darüber hinaus in europa und nordamerika. und die maracatu-musiker in recife und olinda haben angefangen zu experimentieren und ihre musik weiter zu entwickeln, ohne dabei die tradition aus den augen zu verlieren.

zwei beispiele moderner maracatu-konzepte:

eine der kreativsten maracatu-gruppen ist sicher "maracatu badia" aus olinda mit ihrem musikalischen leiter "nininho" (josé silva de assunção). indem badia unterschiedliche afrobrasilianische rhythmen wie samba, sambareggae, coco, ijéxà oder ciranda, aber auch funk- und hip hop-grooves auf die maracatu-trommeln überträgt und diese mit den überlieferten "toques" verbindet, hat diese gruppe einen neuen stil, den "maracatu bate livre" (sinngemäss: freier maracatu) entwickelt.

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