auch als maracatu de baque solto bezeichnet
sinngemäss der "ländliche" oder "bauern-maracatu", ist ein jüngerer stil. er entstand um 1930 im hinterland der pernambucanischen küstenstädte und zeichnet sich aus durch sehr schnelle, an marschmusik erinnernde stücke.
die typische besetzung besteht aus einigen bläsern (trompete, posaune, machmal auch flöte, klarinette oder saxophon) und einer kleinen perkussionsgruppe mit bombo (basstrommel), caixa/tarol, porca (einer reibetrommel, deren quietschende, grunzlaute an schweine- oder affengeschrei erinnern), gonguê und mineiro. als wichtiger rhythmischer zusatz dienen in die farbenprächtigen kostüme der "lançeiros" (lanzenträger) eingenähte glocken oder metallplatten, die mit den bewegungen der tänzer klappern.
zwei lançeiros am karneval von olinda
mit unter dem umhang getragenen glocken
